ArtMovie: #godsdebugmode – die andere Seite der Münze

Basierend auf 40 wahren Geschichten, erzählt von Menschen aus über 10 Nationen, tauchen wir gemeinsam in den Wahnwitz zwischen Sinn und Unsinn des Daseins ein!

DEMNÄCHST (Termin folgt!):

=> Vorführung im realen Raum mit Präsentation der Sammler-Edition des Films auf DVD mit fälschungssicherem JoPhi-DNA-Finger-Print.

SAMMLER-EDITION
Am Tag der ersten öffentlichen Vorführung im realen Raum, wird es eine SAMMLER-EDITION geben, welche insgesamt eine Auflage aus 10 Stück hat. Jede DVD enthält den Film, sowie die Seriennummer im Vorlauf des Films. Außerdem ist das Sammlerstück nur dann original, sofern im DVD-Cover der JoPhi-DNA-Finger-Print enthalten ist. Durch die Sammler-Edition soll es ermöglicht werden, sogenannte CFast 2.0-Speicherkarten zu kaufen, mit Hilfe derer, das nächste Projekt ermöglicht werden kann. Für Aufnahmen zeichnen die verwendeten Kameras um die 400 mb/s auf. Dies bedeutet, dass 60 Minuten Rohmaterial ca. 1,37 TB benötigen. Der Preis einer Speicherkarte, die Ungefähr 30 Minuten Rohmaterial aufnehmen kann, liegt bei ca. 800 Euro.

Interesse an einer DVD? Jetzt via Messenger reservieren: http://facebook.com/godsdebugmode

Offizielle Facebook-Seite:
http://facebook.com/godsdebugmode 

jophiDEMOCRATICpictures
meets ||||>partOFourART,
oder: Was alles dazu notwendig war, damit der Film entstehen konnte – Einblick in die Historie:

Arbeitstitel: „BABELFISH, the movie“, eine demokratische Filmproduktion. Die Ordner repräsentieren die Aufzeichnungen, die wir zur internen Verwendung gemacht haben. Den TNs haben wir versprochen, niemandem das Material zu zeigen:

Über 40 Personen haben uns in 3 Tagen ihre Lebensgeschichten erzählt und den Grund dazu geschildert, wieso sie nach Österreich gekommen sind. 10 Personen waren dazu bereit, im Rahmen einer Schreibwerkstatt diese Geschichten niederzuschreiben. Ein Förderansuchen wurde missverstanden und die Kunstfilm-Produktion als „Flüchtlings-Beschäftigungs-Projekt“ abgeschmettert. (LoBudget to NoBudget).

Bei mehreren Besprechungen wurde daraus das Drehbuch synthetisiert.



Zunächst waren alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu bereit, vor der Kamera, die zum Teil eigenen Rollen, zu spielen. Doch dann gab es einen Rückzieher. Die Angst, aus dem Heimatland deshalb zusätzlich verfolgt zu werden, hat für eine Teilnehmerin das Ende der Teilnahme zu Folge. Dabei sprangen beinahe alle Teilnehmer vom Projekt ab. Nach Adaption des Drehbuches, ging es dann mit zwei Teilnehmern (Ali, Karar) weiter.

Nachdem die ersten paar Szenen abgedreht waren, sowie gemeinsam der Titelsong „Be Yourself“ getextet und produziert war, kamen weitere Bedenken auf, besonders deshalb, weil wir vor der Herausforderung standen, dass der Mann einer Nebendarstellerin (junge Mutter mit Kind), ihr im Nachhinein untersagt hat, am Film teilzunehmen. Da wir befürchteten, dass dieser Mann seiner Frau gegenüber gewalttätig wird, haben wir uns dazu entschlossen, diese Szene der Mutter mit dem Kind aus dem Film zu nehmen. (Hier die ursprüngliche Szene, welche stark zensuriert wurde, um die Frau zu schützen:

Dank der unglaublichen Bo DeBoer aus den USA, konnten wir die Szene über die Groteske zwischen dem Kinderlied „Alle meine Entchen, schwimmen übern See“, welches von der Wohlstandsgesellschaft unbedacht geträllert wird, sowie der mit Booten über das Meer fliehenden Menschen, fertigstellen, ohne auf das Material mit der Frau und ihrer Tochter zurückgreifen zu müssen. Im Film ist die ursprüngliche Szene aber mit Hilfe eines QR-Codes abrufbar.

Schließlich wurde Karar, bevor alle Arbeiten abgeschlossen werden konnten, von Österreich nach Afghanistan abgeschoben. Wir wissen, wo er ist und wir sind dankbar, dass er sich ab und an meldet. Er lebt.

Im Jahr 2017 wollten wir den Film für’s ArtKino bereits veröffentlichen.

Nach langem hin und her haben wir uns aber dennoch entschlossen, das Werk zu veröffentlichen, da es ein Mahnmal jenen gegenüber sein soll, die fliehende Menschen als Sozialschmarotzer darzustellen versuchen. Die Schlussfassung wurde anstelle von Urdu in absichtlich total schlechtem „Ausländer“-Englisch synchronisiert.

Color-Grading

Ja, wir haben lange gebraucht, bis wir den richtigen Stil definiert hatten. Schlussendlich war das Styling des Materials ganz anders, als man sich das noch vor zwei Jahren gedacht hätte.

Drehpausen 😀 (CC&DD)

Die No-Budget-Produktion hat uns aber nicht davon abgehalten, immer wieder mal zwischen drin zu jausnen. Bei diesem Dreh haben wir gerade an den Szenen gearbeitet, die #BlueScreen benötigten. Das Ergebnis war das. Sehen Sie hier den ersten Rohentwurf:

Weitere gelöschte Szenen/Inhalte:

Für den ursprünglichen, 90-minütigen Kunst-Film, wäre dies die Titelmelodie geworden – „A Papership On The Ocean“. Leider sind viele Teilnehmer wegen der Angst vor der Verfolgung aus ihreHeimatland in Österreich, vom Projekt abgesprungen.

Die letzte Szene „Neue Hoffnung“ hätte zwar umgesetzt werden können, doch zwischen Abschiebungsbescheiden, Interviews und sinnloser Warterei wäre der Inhalt absolut unpassend und wäre an Groteske nicht mehr zu überbieten gewesen. Deshalb wurde die Szene „Neue Hoffnung“ für die finale Fassung endgültig gestrichen. Die TV-Live-Sendung JoPhiGURU hat am 22. Oktober (in der letzten Ausgabe des immanenten Kunstprojektes), am Ende der Sendung Schweigeminuten eingelegt. Es war – nach der Präsentation des Musikvideos ohne weiterer, abmoderierender Worte, der sonst üblichen Verabschiedung, die restliche Sendezeit lediglich der Text „Schweigeminute, wegen fadenscheinigen Abschiebungsversuchen“ zu lesen.

Als das Filmteam auf insgesamt 5 Personen geschrumpft war, gab es diesen Vorspann. Wer genau hingesehen hat, hat vielleicht festgestellt, dass der |||||>partOFourART-Schriftzug fünf, anstelle von den finalen 4 Strichen, hat.

 

 

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